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WAS TUN? 

Diese Frage richtet sich hier hauptsächlich an diejenigen,
die eine BAK von mehr als 1,6 Promille haben oder als
Wiederholungstäter in Erscheinung treten, da hier von einer
MPU auszugehen ist.
Nach einem Urteil aus dem Jahr 2012 ist es mittlerweile auch möglich, dass die
Führerscheinstelle eine MPU auch schon ab 1,1 Promille fordern kann.


Wenn der Führerschein nun durch die Behörde eingezogen wurde und der
Strafbefehl erlassen ist, sollte man auf jedenfall
juristischen Beistand durch einen Anwalt seines Vertrauens haben.
Hier ist auf jedenfall ein Anwalt mit Schwerpunkt Verkehrsrecht zu wählen,
da dieser doch einige “Tricks” mehr weiß, als ein “normaler” Anwalt.
Eine Liste von Anwälten findet man u.a. in der verkehrsthek oder bei Verkehrsanwälte.de.
Aber glauben Sie nicht, dass der Anwalt den Richter davon überzeugen kann,
dass Sie schuldlos zu dieser BAK gekommen sind, er kann höchstens das Strafmaß mindern.

Man sollte nun so früh wie möglich mit Maßnahmen anfangen, um erfolgreich
die MPU zu bestehen. Um einen ersten Vorgeschmack zu dieser MPU zu bekommen,
gibt es auf dem Markt hilfreiche Bücher zum Thema und
die Verkehrsthek.de. Siehe auch unter Lektüre.

Bei einer BAK von mehr als 1,6 Promille ist es auf jedenfall ratsam, das
Trinken ganz oder zumindest stark einzuschränken, da man bei einer MPU von
Ihnen erwartet, Leberwerte über die gesamte Zeit der Sperrfrist
einzuholen (so alle 8 Wochen) oder besser noch an einem ETG-Urin Screening
für mindestens 6 Monate teilnimmt.
Die Blutwerte sollten “gut” in der Norm liegen.
Das ETG-Screening muss über alle Befunde Negativ sein.
Sollten Sie nachweisliche Lebererkrankungen, wie Hepatitis o.ä. haben,
so lassen Sie sich das durch einen Arzt bestätigen.

Bei der MPU sind Sie in der Beweispflicht, d.h. Sie müssen beweisen,
dass Sie im Straßenverkehr keinen Alkohol mehr
zu sich nehmen. Deswegen ist es ratsam, auch die Hilfe eines
 dipl. verkehrspsychologen in Anspruch zu nehmen.
Jetzt sagen Sie sich bestimmt, “wer soll denn das alles zahlen ?”
Aber was ist, wenn Sie durch die MPU durchfallen
und eventuell weitere 6 Monate warten müssen ? -spätestens dann nehmen
auch Sie diese Hilfe in Anspruch.
Es gibt aber auch eine günstigere Alternative, von sogenannten
Selbsthilfegruppen, wie z.B. das Blaue Kreuz etc.

Denken Sie dran, die MPU ist kein “Pappenstiel” ! Es ist eine Art Prüfung,
und auf Prüfungen sollte man sich vorbereiten !

Drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist können Sie nun den Führerschein
neu beantragen.
Sie werden dann von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde aufgefordert,
ein Medizinisch-Psychologisches-Gutachten beizubringen. Bei welcher MPU-Stelle
in Deutschland Sie dies tun ist Ihnen überlassen.
Sie sollten aber auf gar keinen Fall bei dem Antrag der MPU damit einverstanden sein,
daß das Gutachten direkt an die Straßenverkehrsbehörde geschickt wird, sondern nur
an Ihre Privatadresse, damit bei einer negativen MPU das erstellte
Gutachten nicht in Ihrer Führerscheinakte landet. Die Damen und Herren bei der MPU
haben vollen Einblick in Ihre Führerscheinakte.
Sie sollten sich deswegen auch über die Alkoholfahrt voll im Klaren sein,
notfalls mit Hilfe eines Anwalts die Ermittlungsakte einsehen.
(siehe auch MPU-Ablauf)
Sie können auch selbst auf die Behörde gehen und in Ihre
Führerscheinakte einsehen, aber keine Kopien erstellen.

Haben Sie nun die MPU bestanden, können Sie das Gutachten weiter an die
Straßenverkehrsbehörde senden und nach Ablauf der
Sperrfrist Ihren Führerschein abholen.
Sollte Ihre MPU -Ergebnis den Hinweis enthalten, dass Sie einen Kurs nach §70 FeV
besuchen sollten, so ist Ihr Gutachten vorerst negativ, aber mit Besuch des Kurses nach
§70 FeV wird Ihr Gutachten positiv. Solch ein Kurs wird von verschiedenen Institutionen
angeboten und dauert in der Regel 21 Tage á 4 Sitzungen zu je 4 Stunden (je nach Teilnehmerzahl).
Die Kosten belaufen sich zw. 350 bis 500 Euro.
 


Viel Glück und die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen!
Die Durchfallrate bei der MPU liegt immerhin über 50%